Schnarchen verhindern

Um Lösungen gegen das Schnarchen zu finden, sollte man zunächst nach den Ursachen forschen. Häufig erfolgt die Einteilung in folgende „Schnarchtypen“.

Nasenschnarchen

Wenn die Nasenatmung z.B. aufgrund einer verkrümmten Nasenscheidewand, vergrößerten Nasenmuscheln, engen Nasenklappen, einer Erkältung oder Heuschnupfen behindert ist, steigt der Atemwegswiderstand. Es bildet sich ein Unterdruck in den oberen Atemwegen und Engstellen, an denen es zu Luftverwirbelungen und Schwingungen kommt. Diese werden als Schnarchgeräusch wahrgenommen. Zusätzlich entsteht oft Mundschnarchen, da der Körper bei eingeschränkter Nasenatmung auf Mundatmung umstellt.

 

Ansätze bei „Nasenschnarchen“

Bei Schleimhautschwellungen aufgrund von Allergien oder Schnupfen können abschwellende oder antiallergische Mittel helfen. Auch ätherische Salben können die Atmung verbessern. Weitere Möglichkeiten sind Nasenspreizer, Nasenklammern oder Nasenpflaster.

Bei dauerhafter Beeinträchtigung der Nasenatmung müssen anatomische Gründe wie z.B. Nasenscheidewandverkrümmungen oder Polypen durch einen HNO-Arzt abgeklärt werden. Dieser kann auch prüfen, ob chirurgische Eingriffe gegen das Schnarchen helfen können.

Generell ist "Nasenschnarchen" eher nicht so häufig und kann mit anderen Schnarcharten, die massivere gesundheitliche Auswirkungen haben in Verbindung stehen.

 

Zungengrundschnarchen

Diese Schnarchform tritt oft in Rückenlage auf. Wenn beim Schlafen der Zungenmuskel erschlafft, sinkt der hintere Teil der Zunge (“Zungengrund”) nach hinten in den Rachen und verengt oder blockiert dort die Atemwege. An der Engstelle kommt es zu Verwirbelungen und Vibrationen – das Schnarchgeräusch entsteht.

 

Ansätze bei „Zungenschnarchen“

Wichtig ist es, die Rückenlage im Schlaf zu vermeiden. Hier können Hilfsmittel wie z.B. die Nachtwaechter Schlafweste helfen, das ungewollte Drehen in die Rückenposition zu verhindern. Mit der Zeit stellt sich auch ein gewisser Gewöhnungseffekt ein und man schläft automatisch z.B. in Seitenlage, so dass die Hilfsmittel nicht dauerhaft genutzt werden müssen.

Eine weitere Möglichkeit, Zungenschnarchen zu bekämpfen, sind Unterkiefer-Protrusionsschienen. Diese „Anti-Schnarchschienen“ werden nachts in den Mund gesetzt und schieben den Unterkiefer und die Zunge etwas nach vorne und verbreitert die Atemwege. So lassen sich Schnarchgeräusche vermeiden oder reduzieren.

 

Mundschnarchen

Vergrößerte Gaumenmandeln, ein schlaffes Gaumensegel oder Gaumenzäpfchen können „Mundschnarchen“ auslösen. Die Atemluft muss Engstellen passieren, es kommt zu Turbulenzen und Vibrationen, Geräusche werden produziert. 

 

Ansätze bei „Mundschnarchen“

Zunächst sollte man versuchen, die „normale“ Nasenatmung zu begünstigen (z.B. durch Abhilfe bei nasalen Beeinträchtigungen). Eine Mundvorhofplatte oder Schnarchbandage können die nächtliche Mundatmung ebenfalls blockieren.

 

Rachenschnarchen

Rachenschnarchen durch schlaffes Gewebe im Rachenraum. Oft führt diese Gewebeschwäche in den Atemwegen nicht nur zu einem Flattern des Gewebes, sondern die Atemwege werden teilweise oder komplett blockiert, d.h. es liegen Schlafapnoen vor.

 

Ansätze bei „Rachenschnarchen“

Auch hier kann die Verbesserung der Nasenatmung helfen. Häufige Therapieformen sind Spangen oder die Überdruck-Beatmung (CPAP-Maske). Da auch hier die Rückenlage eine große Rolle spielt, können auch Rückenlageverhinderungs-Methoden wie die Schlafweste hilfreich sein.